Kopfschmerzbedingt bestand mein Trans day of visibility gestern nur daraus, dass ich bei der Lohnarbeit einen trans Pride Pin an der Mütze hatte und einen Pulli mit einem Aufdruck einer Blume und der Aufschrift "Be brave, be kind, be true, be you", alles in den Farben der trans Flagge. Übersetzt heißt der Aufdruck "Sei mutig, sei nett, sei echt, sei du"
Mir ist es wichtig, im Alltag als transfeminine Person sichtbar zu sein. Grade bei der Lohnarbeit bin ich viel im ländlichen Raum in Sachsen und Thüringen unterwegs. Hier bin ich für viele meiner Kund*innen wahrscheinlich die einzige trans Person, mit der sie zu tun haben. Und wenn sie durch mich merken, dass wir auch einfach nur Menschen sind, die ihr Leben leben wollen, und nicht so, wie wir in Comedy Serien und Filmen dargestellt werden, hilft das vielleicht, Transfeindlichkeit in der Gesellschaft abzubauen. Meiner Erfahrung nach kommt Transfeindlichkeit oft auch einfach durch Unwissenheit, schädliche Darstellung in den Medien und dadurch, dass es einfach das Unbekannte ist, womit eins im Alltag nichts zu tun hat.
Ich bin sichtbar und nehme auch alle Risiken und Gefahren bewusst in Kauf, damit es die nachfolgenden Generationen ein bisschen leichter haben